Roma in Frankfurt
Ein Film von Otto Schweitzer (Kamera und Schnitt), Ulrike Holler (Interviews), Cornelia Rühlig (Idee und Produktion)
 
Film Roma in Frankfurt

Mitwirkende: Maria Strauß, Jano Strauß, Janosch Kelz, Andra Marica, Leonas Constantin und seine beiden Kinder Anna Maria und Leonas, Anka Stefan, Elena Gunici, Elena Ispas, Riccardo Sahiti, Laura Schwappacher, Caroline Seidel, Ahmed Bourchada, Doruk can Erdas, Joachim Brenner, Geschäftsleiter des Frankfurter Förderverein Roma e.V., Sabine Ernst, Leiterin der Kita für Roma-Kinder „Schaworalle", Sonja Böttcher, Streetworkerin des Diakoniezentrum Weser5, Mihai Balan, Mitarbeiter des„Europäischen Verein für Wanderarbeiter" und DGB sowie Dr. Andreas Illes, Arzt, Initiator der„Roma-Sprechstunde".

R
oma, die in Frankfurt leben, beschreiben in diesem Film ganz unterschiedliche Aspekte des eigenen Alltagslebens: z. B. ihr Aufwachsen als Kinder von KZ-Überlebenden, die in der Nachkriegszeit erneut an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden und keine Wohnung bekommen.
Obdachlose erklären, warum sie aus Rumänien nach Frankfurt kamen und wie sie nun durch Betteln oder Billigstlohnarbeit versuchen, ihre Familie zu ernähren. Jugendliche, die zeitweise in osteuropäischen Ländern und zeitweise in Frankfurt aufwuchsen, erzählen von den Besonderheiten ihrer Bildungsgeschichte.

Sie sprechen alle von ihrer Hoffnung, ein „normales" Leben aufbauen zu können und erleben tagtäglich, dass man ihnen mehr misstraut als anderen - wenn deutlich wird, dass sie Roma sind.

Noch immer gibt es eine Vielzahl tiefsitzender ethnischer Pauschalurteile über „die" Roma. Doch damit beschäftigt sich dieser Film nur indirekt. Der Ansatz des Filmes ist ein anderer: Statt stets zu wissen, wie „die" Roma sind oder stets zu verneinen, dass dem eben gerade nicht so ist, lässt der Film die Menschen sprechen, die mit diesen ethnischen Etiketten konfrontiert werden: Die Roma erzählen selbst ihre Geschichte. Zudem zeigt der Film einzelne Interviews mit Vertretern der Institutionen, die tagtäglich mit Roma arbeiten: der Frankfurter Förderverein Roma e.V., die Kita Schaworalle oder auch das Diakoniezentrum Weser5.

Ein Film der Margit-Horváth-Stiftung; 2014, Laufzeit: 45 Min.
Kontakt: info@margit-horvath.de


Rezension: https://bretterblog.wordpress.com/2014/05/02/film-des-monats-wie-leben-roma-in-frankfurt/