Der Welt Roma Tag am 8.4.2026 erinnert an den ersten internationalen Kongress 1971 in London. In der Folge haben sich Selbstorganisationen, regionale, nationale und europaweite Verb�nde und unterst�tzende Vereine gegr�ndet. Der Einsatz f�r die Menschenrechte von Romnia und Rom, f�r Sintizza und Sinto, die Information �ber Geschichte, Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus sowie �ber die Kontinuit�t von Ausgrenzung und Marginalisierung nach 1945 und die Er�ffnung von Perspektiven sind zentrale Themen der unterschiedlichen Initiativen.
Die best�ndige Popularit�t der AfD, die Zunahme menschenverachtender Inhalte in der Programmatik b�rgerlicher Parteien, der breit geteilte und gestiegene Antisemitismus bilden den Hintergrund, vor dem sich auch der Hass gegen�ber Roma und Sinti gewaltt�tig Bahn bricht. Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus dokumentiert seit 2022 durchg�ngig die gestiegene Fallzahl von Ausgrenzungen, Diskriminierungen und rassistisch motivierten T�tlichkeiten. Nicht zuletzt Roma MigrantInnen und Gefl�chtete, die oft in prek�ren Verh�ltnissen leben, sind von polizeilichen �bergriffen, Beh�rdenwillk�r und Beleidigungen betroffen. Gefl�chtete Roma erhalten regelhaft kein Asyl, fragw�rdige Menschenrechtslagen in Herkunftsstaaten werden als sicher eingestuft und der Aufenthalt von EU-B�rgerinnen verst�rkt mit Restriktionen und Ausreiseverf�gungen belegt. Die gesellschaftliche Stimmung gegen�ber Roma und Sinti gibt die letzte repr�sentative Leipziger Autoritarismus Studie aus 2024 wieder. Die H�lfte der Befragten �u�ern sich offen und eindeutig ebenso ausgrenzend wie diskriminierend gegen�ber der Minderheit.
Auch die Sozialberatung des F�rderverein Roma berichtet von verweigerter Hilfe, Verletzungen der Integrit�t und Pers�nlichkeit, von Bedrohungen im Betrieb und im Wohnbereich. In 2025 unterst�tzte die Einrichtung mehr als 800 Frauen und M�nner mit �ber 1500 Kindern. Angesichts des Stellenwerts, den die T�tigkeit f�r die Betroffenen hat, weist der F�rderverein Roma e. V. auf die v�llig unzureichende Finanzierung und die damit verbundene mangelhafte Planungssicherheit der Beratung hin.
Der 8. April erinnert an die fortdauernde Diskriminierung von Roma und Sinti, vergegenw�rtigt aber gleichzeitig die ungebrochene Tradition von Widerstand und das erfolgreiche Engagement f�r die B�rger- und Menschenrechte der gr��ten deutschen und europ�ischen Minderheit.
Ffm., den 27.3.2026
Kurze Beschreibung des Welt-Roma-Kongress bei romaday.org