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Mehrere hunderttausend europäische Roma und Sinti wurden
unter
nationalsozialistischer Herrschaft ermordet. An über 20
000
deutschen Roma und Sinti wurden
"rassenbiologische" Untersuchungen
durchgeführt. Zwangssterilisation, Inhaftierung und Folter
waren
die Vorstufe des massenhaften Todes in den Konzentrations-
und
Vernichtungslagern der Nazis.
Von in Frankfurt am Main lebenden Roma und Sinti wurden
172 Personen in "Zigeunerlagern" in der Diesel-
und Kruppstrasse
interniert,
8 Personen zwangssterilisiert,
174 Personen nach Auschwitz deportiert und
mindestens 89 Roma und Sinti dort ermordet.
Ab 1947 waren zwei massgeblich an
"rassenbiologischen
Untersuchungen" beteiligte Personen, Robert Ritter und
Eva Justin
im Stadtgesundheitsamt Frankfurt am Main in leitender
Funktion
beschäftigt. Sie wurden für ihre Verbrechen nicht zur
Rechenschaft
gezogen. Die beiden Namen stehen stellvertretend für
diejenigen,
die unter dem Deckmantel von Wissenschaft und Forschung oder
durch
wegsehen und schweigen den Völkermord an Roma und Sinti
ermöglichten.
In Achtung vor den Opfern als Erinnerung, Mahnung
und Verpflichtung.
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