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Förderverein
Roma e. V.

Jugendhilfe und Erziehungs­beistandschaft

Der Förderverein ist anerkannte Träger der freien Jugendhilfe. Das Hilfeangebot existiert seit dem Jahr 2000.

Der Verein bietet Sozialpädagogische Familienhilfe und Erziehungsbeistandschaft für Roma-Familien aus Deutschland und Osteuropa an. Intensive Begleitung und Betreuung unterstützen Familien bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, bei der Lösung von Konflikten und Krisen. Zu den Leistungen der Hilfe gehören auch die Begleitung bei Kontakten mit Ämtern und Institutionen sowie die Motivation zur Selbsthilfe. Die Erfahrung zeigt, dass – orientiert an den Bedürfnissen der Familien - das Vertrauen, die Sensibilität und die persönliche Glaubwürdigkeit der Mitarbeiter*innen des Trägers den Schlüssel zu allen pädagogischen Aktivitäten bilden.

Über das Projekt

Die sozialpädagogische Familienhilfe wendet sich an Familien, die unter desolaten Bedingungen leben und pädagogische Unterstützung wünschen. Hilfen bei der Bereitstellung von angemessenem Wohnraum, der Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung, der Sicherstellung einer angemessenen Ausstattung für Kinder und Jugendliche bilden Voraussetzungen. Wichtige Ziele sind, die Eltern bei der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu bestärken, gemeinsame Perspektiven zu eröffnen, in Krisen und bei Alltagsproblemen behilflich zu sein sowie bei Behördenkontakten zu begleiten und zu vermitteln.

Der Erziehungsbeistand richtet sich schwerpunktmäßig an Jugendliche und junge Erwachsene. Gegenstand der Tätigkeit ist u. a. die Unterstützung hinsichtlich Unterkunft, Versorgung, Gesundheit, Schule, Ausbildung, Erwerbsarbeit, bei Beeinträchtigungen und in persönlichen Krisensituationen innerhalb sowie außerhalb der Familie. Die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Aufbau eines belastbaren Vertrauensverhältnisses sind zentrale Ziele der Tätigkeit.

Gemeinsam in beiden Hilfen ist, zu berücksichtigen, dass die Eltern, Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Roma oder Sinti regelhaft mit Ausgrenzung und Diskriminierung konfrontiert werden. Die Verfolgung in der NS-Zeit beschreibt zudem die generative Erfahrung des Verlustes einer fast vollständigen Generation und prägt, insbesondere in Form von Traumatisierungen und Ängsten, das Leben der Familien. Die Tätigkeit in der sozialpädagogischen Familienhilfe und innerhalb des Erziehungsbeistandes erfordert eine besondere Sensibilität bezüglich Skepsis, Angst und Vorsicht der Hilfesuchenden gegenüber Behörden und Institutionen.

Kontakt

Niddastraße 66, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: 069 440123
E-Mail: kontakt[at]fvroma[.]de

Partner & Förder*innen